>> iMOVE-Ghorfa Conference: Building a German-Arab Partnership in Skills Development
Gemeinsam mit der Ghorfa German-Arab Chamber of Commerce und der Jordan Chamber of Commerce als Kooperationspartner veranstaltete iMOVE am 2. und 3. Dezember 2008 die Konferenz "Building a German-Arab Partnership in Skills Development" in der jordanischen Hauptstadt Amman.
Die große Resonanz auf die Konferenz sowohl von arabischer als auch von deutscher Seite bestätigte die immense Bedeutung des Themas im gesamten Nahen Osten.
Mehr als 20 deutsche Bildungsunternehmen sowie Vertreterinnen und Vertreter des privaten und öffentlichen Bildungssektors der Länder Ägypten, Irak, Jordanien, Libanon, Palästina und Syrien nahmen an der Konferenz teil.
>> Berufliche Bildung: Thema der Zukunft im Nahen Osten
Berufliche Bildung gewinnt zunehmend an Bedeutung im Nahen Osten. Höchste Priorität wird dabei der Zusammenarbeit von deutschen und arabischen Institutionen und Unternehmen beigemessen, die im Bereich der beruflichen Bildung aktiv sind. Dies bestätigte die Resonanz sowohl von arabischer als auch von deutscher Seite auf die Konferenz "Building a German-Arab Partnership in Skills Development".
Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und der arabischen Welt kamen zusammen, um über die Themen Aus- und Weiterbildung zu diskutieren.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch S.E. Basem Khalil Al Salem, dem Minister für Arbeit des Haschemitischen Königreiches Jordanien. S.E. Dr. Joachim Heidorn, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Jordanien hob ebenfalls die Bedeutung der beruflichen Bildung hervor. Unter seiner Schirmherrschaft stand auch der Empfang am ersten Abend der Veranstaltung, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit für einen intensiven Austausch gab. Sabine Gummersbach-Majoroh, Leiterin von iMOVE, dankte in ihrer Ansprache den Repräsentanten von über zwanzig Bildungsunternehmen für ihr großes Interesse und ihre Unterstützung.
Die Notwendigkeit einer Bildungsoffensive in der arabischen Welt, betonte Ghorfa-Generalsekretär Abdulaziz Al-Mikhlafi in seiner Eröffnungsrede. Rund 22 Prozent der arabischen Bevölkerung gehören der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen an, für die Arbeitsplätze gefunden werden müssen. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach Fachkräften aufgrund der Diversifizierung und Modernisierung der arabischen Volkswirtschaften sehr hoch.
Es bedürfe also eines hohen Maßes an Qualifikation. Der Aus- und Weiterbildung komme daher eine strategische Bedeutung zu. Da die deutsche berufliche und universitäre Bildung einen guten Ruf genieße, liege es nahe, "die traditionell gute deutsch-arabische Zusammenarbeit auf den Bildungssektor auszuweiten".
Die länderübergreifende Tagung bot für deutsche Unternehmen der beruflichen Aus- und Weiterbildung eine exzellente Gelegenheit, das eigene Unternehmen in der Region vorzustellen. Präsent waren Vertreterinnen und Vertreter des privaten und öffentlichen Bildungssektors der Länder Ägypten, Irak, Jordanien, Libanon, Palästina und Syrien. Sie berichteten über ihren aktuellen Bedarf an Aus- und Weiterbildung. Anschließend stellten sich deutsche Anbieter aus diesem Bereich vor.
>> Intensivierung des deutsch-arabischen Dialogs
Hervorzuheben ist nicht nur der deutsch-arabische Austausch, für den die Veranstaltung eine hervorragende Plattform bot, sondern auch die Möglichkeit zum arabisch-arabischen Dialog über Berufsbildung und Reformansätze, die intensiv genutzt wurde.
Der große Diskussionsbedarf wurde insbesondere während des Panels zum Thema Finanzierung deutlich, in der ein besonderer Fokus auf die Bildungskomponente bei Public Private Partnership-Projekten und auf privatwirtschaftliche Unterstützung und Initiativen für berufliche Bildung gelegt wurde.
Auch die Diskussionsrunde zum Thema Kooperationen, in der bereits existierende deutsch-arabische Modelle der erfolgreichen Zusammenarbeit vorgestellt wurden, zeigte weiteren Gesprächsbedarf auf.
Die zweitägige Veranstaltung ging am 3. Dezember mit einer Matchmaking-Veranstaltung zu Ende.
Die begonnenen Diskussionen und Kontakte sollen aber in Zukunft intensiviert werden. Eine weitere Gelegenheit dazu bietet das 1. Deutsch-Arabische Bildungsforum am 6. und 7. Mai 2009 in Berlin. Veranstalter werden dann erneut iMOVE und die Ghorfa sein.








